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Grossorient
der Schweiz

Weisheit, Stärke, Schönheit

Gemeinsam für den Fortschritt der Menschheit

Eine reiche Geschichte

Zwar stammen die Konstitutionen von Anderson, auf denen die gesamte Freimaurerei beruht, aus dem Jahr 1723, doch die Ursprünge des Schweizerischen GrossOrients gehen erst auf das Jahr 1959 zurück. In den fast 65 Jahren seines Bestehens hat sich der Schweizerische Grossorient jedoch einen geachteten Platz innerhalb der liberalen Freimaurerei in der Schweiz und weltweit erarbeitet.

Bis heute sind 23 Großmeister aufeinander gefolgt, seit der erste von ihnen, der Lausanner Paul-Emile Chapuis, zusammen mit einigen Brüdern aus drei Logen (zwei in Lausanne, eine in Zürich) den Grundstein für den Großen Orient der Schweiz gelegt hat.

Die Absicht der Gründungsmitglieder, die auch heute noch gilt, da der GrossOrient der Schweiz 18 Logen in den drei Sprachregionen des Landes umfasst, beruhte auf mehreren wichtigen Konzepten.

Das erste bestand darin, die liberale und adogmatische Strömung der Freimaurerei, die in Frankreich, Belgien oder Italien die Mehrheit bildet und auf der absoluten Gewissensfreiheit beruht, auf dem nationalen Territorium zu etablieren.

Jahrhunderts gab es zwar einige Logen des liberalen (und per Definition gemischten) Freimaurerbundes Droit Humain, aber die Gründungsmitglieder des Schweizer Großorientes stammten aus der Schweizer Großloge Alpina und hatten sich wie diese für die Männlichkeit der Logen entschieden.

Ein weiteres wichtiges Konzept, das im Willen der Gründer verankert war (und das ebenfalls bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist), bestand darin, den Logen größtmögliche Autonomie zu gewähren, sowohl bei der Wahl der Riten als auch bei der Gestaltung der Rituale. Der Ordensrat mischt sich – seit der Gründung der Obödienz – nicht in das Leben der Logen ein, weder in ihre Ausrichtung noch in ihre Entscheidungen.

Alle Grossmeister des GrossOrients der Schweiz haben darauf geachtet, dass die Obödienz in erster Linie eine Föderation autonomer Logen ist, deren Delegierte beim jährlichen Konvent demokratisch über die Gegenstände abstimmen, die sie auf die Tagesordnung setzen wollen.

Schließlich will der Schweizerische Grossorient seit seinen Ursprüngen am Leben der gesamten liberalen und adogmatischen Freimaurerei in der Welt teilnehmen. So hat er 1961 zusammen mit zehn anderen Obedienzen CLIPSAS mitbegründet, eine internationale Verbindungsstelle, die mehr als hundert liberale Freimaurerorden vereint, und 2015 auch die Europäische Freimaurer-Allianz mitbegründet.